Der Portfolio-Ansatz für Enterprise-KI
Wenn Unternehmen KI einführen, denken sie oft in Alles-oder-Nichts-Kategorien: Entweder mietet man alles bei einem Cloud-Anbieter, oder man hostet alles selbst. Die Realität ist jedoch nuancierter. Die richtige Architektur ist ein Portfolio von Modellen, passend zu den jeweiligen Aufgaben, und nicht jedes Modell in diesem Portfolio muss gemietet werden.
Hochvolumige, klar definierte Workloads wie Klassifizierung, Extraktion, Code-Vervollständigung und Dokumentverarbeitung machen den Großteil des Enterprise-Tokenvolumens aus. Diese Workloads sind ideale Kandidaten für das Hosting auf eigener Infrastruktur mit Open-Weight-Modellen, schreibt Zentera.
Warum eigene Infrastruktur bei hohem Volumen sinnvoll ist
- Kostenkontrolle: Hochvolumige Workloads erzeugen viele Tokens. Wer sie auf eigener Infrastruktur mit Open-Weight-Modellen hostet, eliminiert wiederkehrende API-Gebühren.
- Datenschutz: Lokales Hosting gibt volle Kontrolle über die Daten – entscheidend im Hinblick auf DSGVO und EU AI Act.
- Latenz: Lokal gehostete Modelle können bei hochvolumigen Workloads geringere Latenz bieten.
- Anpassung: Open-Weight-Modelle lassen sich für spezifische Aufgaben feinjustieren, ohne von einem externen Anbieter abhängig zu sein.
Die europäische Perspektive
Nvidias Papier über Open Weights und die amerikanische KI-Führungsrolle hat Open Weights auf die infrastrukturpolitische Agenda gesetzt. Für Europa bedeutet das, dass Open Weights nicht nur eine technologische Option sind, sondern eine strategische Entscheidung über digitale Souveränität, schreibt noze.it.
Für dänische Unternehmen bedeutet das, dass der Portfolio-Ansatz nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung ist, sondern auch eine strategische Positionierung in einer europäischen KI-Landschaft, in der Datensouveränität immer wichtiger wird.
Was bedeutet das für Ihre Hosting-Strategie?
- High-Volume-Workloads identifizieren: Klassifizierung, Extraktion, Code-Vervollständigung und Dokumentverarbeitung sind typische Kandidaten.
- Open-Weight-Modelle wählen: Modelle finden, die für die Aufgabe gut genug sind, auch wenn sie keine Frontier-Modelle sind.
- Auf eigener Infrastruktur oder bei einem lokalen Anbieter hosten: EU-basiertes Hosting nutzen, um Datensouveränität sicherzustellen.
- Nur mieten, was sinnvoll ist: Low-Volume-, spezialisierte Workloads können weiterhin bei Cloud-Anbietern gemietet werden.
Beim Portfolio-Ansatz geht es darum, sowohl Kosten als auch Kontrolle zu optimieren. Bei den meisten Unternehmen sind es die High-Volume-Workloads, die die Rechnung in die Höhe treiben, und genau diese Workloads profitieren am meisten davon, auf eigener Infrastruktur zu laufen.
Bei Liviate helfen wir dänischen Unternehmen, die richtige Portfolio-Architektur mit Open-Weight-Modellen auf europäischer Infrastruktur aufzubauen.