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Palantir +93 %: Endlich der Beweis, dass AI-Enterprise-Umsatz real ist?

Mads Kristiansen

CTO, Liviate

Palantir +93 %: Endlich der Beweis, dass AI-Enterprise-Umsatz real ist?

In der KI-Debatte gab es lange eine zentrale Frage: Generiert die KI-Revolution tatsächlich echtes Geld für Unternehmen, oder ist das alles nur Hype und gigantische CapEx-Investitionen der Cloud-Giganten? Am Dienstag kam die bislang stärkste Antwort. Palantir legte einen Q2-Bericht vor, der selbst die skeptischsten Analysten aufhorchen ließ.

Die harten Zahlen

KennzahlWertvs. Erwartung
Umsatz1,94 Mrd. USD (+93 % YoY)130 Mio. USD über Erwartung
US-Commercial+149 % auf 764 Mio. USD
US-Government+90 % auf 809 Mio. USD
Adjusted EPS0,41 USDvs. 0,34 USD erwartet
GAAP-Nettogewinn1,07 Mrd. USD (55 % Marge)
Jahresprognose 2026Angehoben auf 8,15 Mrd. USD (+82 %)

Warum das wichtig ist

  • Es handelt sich nicht nur um Cloud-Infrastruktur-Ausgaben (wie bei Microsoft und AWS), sondern um echte Software und Lösungen, für die Unternehmen aktiv bezahlen.
  • Der kommerzielle Bereich wächst am schnellsten (+149 %) – eine breite Adoption über die Regierungsverträge hinaus.
  • Eine GAAP-Marge von 55 % und ein positiver Nettogewinn zeigen, dass hier tatsächlich Geld verdient wird – nicht nur Wachstum um des Wachstums willen.

Die Botschaft von CEO Alex Karp

"Demand for AI sovereignty has now been unleashed."

„AI Sovereignty" bedeutet, dass Unternehmen und Staaten KI auf eigener Infrastruktur betreiben wollen, statt von einer Handvoll großer ausländischer Anbieter abhängig zu sein. Ein Trend, der auch Europa in hohem Maße betrifft.

Der Kontrast zu den Cloud-Giganten

Stellt man diese Zahlen der Debatte über die gewaltigen CapEx-Investitionen der Tech-Labs gegenüber – rund 175 Milliarden Dollar bei Microsoft und rund 200 Milliarden Dollar bei Google –, stellt sich die Frage: Lässt sich das jemals wieder hereinholen? Palantir liefert einen konkreten Datenpunkt dafür, dass die Antwort Ja lauten könnte.

Einordnung

Die Frage lautet nun nicht mehr, ob KI Unternehmenswert schafft – sondern wie nachhaltig das ist und wer am Ende den Markt beherrschen wird.

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